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Willkommen

Alle Jahre wieder ...

... kommt das Christuskind, auf die Erde nieder … Was findet es vor? Wer begegnet ihm wie? Düstere Gesichter. Eine bedrohte Erde. Menschen, die in Angst und Sorge unter der allgemeinen Bedrohung leiden und nicht zu sich selbst, zu Einheit und Frieden, zu Gerechtigkeit finden? Menschen, die sich verloren, heimatlos, isoliert fühlen? Manche denken angesichts von blindem Egoismus an einen Blitz- und Donnerschlag vom Himmel, ein göttliches Machtwort. "Wenn Du Gottes Sohn bist, dann steig herab …“ Mach Schluss mit dem Kreuz! Zuerst jedoch verschenkt sich der allmächtige Gott – alle Jahre wieder – in seinem geliebten Sohn in der Krippe; schutzlos und verletzlich, dem Mitgefühl und der Fürsorge seiner Mitmenschen ausgeliefert, genauso wie den feindlichen Angriffen, die nie fehl(t)en.

Ich bin davon überzeugt: Nicht Machtworte, Vorschriften, Strafen und Gesetze lösen das Ungleichgewicht, die ökologischen und sozialen Probleme der Menschen, sondern allein die Liebe: Mitgefühl mit den Schwachen, Empathie und Solidarität in der einen großen Familie aller Menschen; der Familie des göttlichen Menschenkindes, das in die Krippe zu Bethlehem geboren wird. Auch unsere Region Oderland-Spree ist Teil der großen weltweiten Familie Gottes. Was können wir, Schwestern und Brüder, die wir uns zu dieser Familie zugehörig wissen, daraus ablesen? Der Geburtstag des Kindes in der Krippe ist eine gute Gelegenheit, nach der persönlichen Berufung als Teil dieser globalen Familie zu fragen. Papst Franziskus lädt dazu ein, auf die eigene Berufung zu schauen: für unser Land und für die ganze Welt zu sorgen. Er fordert uns auf, ein neues soziales Netz zu bauen und uns bewusst zu werden, dass das Leben eines jeden einzelnen mit dem Leben der anderen verbunden ist.

Wir sind dazu berufen, diese Welt, an der wir leiden, neu zu erbauen, eine neue Gemeinschaft zu gestalten, aus der niemand ausgeschlossen wird, in der man einander nahekommt, in der man dem Gefallenen aufhilft und ihn wieder eingliedert. Dazu gehören Gruppen und Kreise, jede einzelne Familie, unsere Schwesterngemeinden, unsere Pfarrei, alle Menschen zu denen wir in Kontakt und in Beziehung sind. Papst Franziskus wünscht sich so sehr eine "Kirche, die anders ist" und nicht eine andere Kirche. Bitte beten Sie mit mir für mehr Einheit, Liebe und Frieden in unserer Zeit, in unseren Herzen. In diesem Geiste wünsche ich uns allen ein gesegnetes und hoffnungsfrohes Weihnachtsfest.

Ihr Pfarrer Pater Theo M.Id.