Zeit der Veränderung
In diesen Tagen bereiten viele Hände unsere Faschingsfeier vor, andere bereiten ihre Hoch-Zeit vor, wieder andere haben gerade einen lieben Menschen verloren – Zeiten von Trauer, von Freud und Leid wechseln sich ab; jede(r) ist mal dran, nicht wahr? Nach meiner Erfahrung drängt sich eine konkrete Zeit öfter auf, als uns lieb ist: Die der Veränderung. „Nur was sich verändert, kann bestehen!“ sagt der moderne Volksmund. In der Kirche gibt es dafür einen bestimmten Begriff: metánoia. Aus dem Griechischen kommend bedeutet es so viel wie um-denken, nach-denken oder auch Umkehr des Denkens. In der Liturgie der Fasten- und Osterzeit begegnet uns dieser Begriff öfter und wird meist mit „Umkehr“ oder „Bekehrung“ übersetzt. Diese Umkehr geht – Gott sei Dank – von einem realistischen, von einem Hoffnung und Leben spendendem Vorbild aus: Jesus Christus selbst. Christus stirbt für uns Menschen – und nimmt den Tod mit sich ins ewige Leben: „Dass sein Tod der Letzte sei!“ – ist seine Sehnsucht. Er kehrt wahrhaftig den Tod zum Leben um.
Ich nehme es als Einladung zum Nachdenken: Wie kann ich meinen Tod vermeiden, weil ich auf das Ewige Leben hoffen und es erwarten darf – und das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Das gilt im Übrigen nicht nur für Christen! Die Botschaft ist kein Geheimnis: Christus lädt immerfort – jeden und jede – zur Veränderung ein. Vielleicht liegt der Schlüssel hierzu darin, die Einladung zu hören – sie anzunehmen und sie sodann auch zu leben!? Dabei unterstützt nun tatsächlich das Nach-Denken bzw. das Um-Denken – und diesem Denken auch zu folgen … Welche Richtung aber?
Tief durch die Tiefen unserer Wurzeln lädt Jesus Christus zur persönlichen Veränderung ein: Auf diese Art begleitet er – jeden und jede – durch seine Aufer- stehung in die eigene Auferstehung; die schönste und wertvollste Veränderung aller Zeiten. Ich bin überzeugt, „Dein Herz wird die positive Antwort geben und kann den Weg weisen!“
Eine beständige Metánoia-Zeit in der bevorstehenden Fasten- und Osterzeit, und am liebsten darüber hinaus, wünsche ich allen aus der Tiefe meines Herzens.
Herzlichst,
Pater Theo M.Id. |