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Willkommen

"Auf ein Neues!",

hieß es nahezu täglich, besonders montags, wenn der Meister in die Werkstatt kam und uns - den Gesellen und Auszubildenden - die Aufgaben für den Tag eröffnete; nicht selten waren Unerwartetes oder Notfälle dabei. "Auf ein Neues!", habe ich mir am Neujahrsmorgen gesagt, als ich voller Zuversicht der Feier des Weltfriedenstages und dem Hochfest der Allerseligsten Gottesmutter Maria entgegensah. Buchstäblich über Nacht war unsere neue Pfarrei St. Maria Magdalena Oderland-Spree aus der Taufe gehoben. Und: Drei Pfarreien - St Hedwig Buckow-Müncheberg, St. Johannes Baptist Fürstenwalde, Heilig Kreuz Frankfurt (Oder) - gehen in die Geschichte ein. Gott allein weiß, welch großartige Fülle von Geschichte(n) diese Gemeinden mit außerordentlichem Engagement, mit Hoffnung und Glauben in das Buch des Lebens im Himmel geschrieben haben. 

"Auf ein Neues!", sage ich heute ganz besonders diesen drei Gemeinden, deren Geschichte hier und jetzt weitergeschrieben wird, nunmehr eingebettet und gefördert von der Großpfarrei St. Maria Magdalena und vereint und begleitet von den beiden jeweiligen Schwestergemeinden. 

Die Gremien-Wahlen und angestoßenen Ideen und Projekte, die Zuversicht und die Hoffnung, die mir gerade auch in dieser schwierigen, nie dagewesenen Bedrängnis der Pandemie entgegengebracht werden, stimmen mich zuversichtlich. Ja, es stimmt, dass die geographische Größe dieser Pfarrei erst einmal unfassbar erscheint und mit Blick auf die Seelsorge in einem pastoralen Raum unüberschaubar; jedoch die Glaubens-Zentren und Begegnungsorte, die Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens sind zählbar und haben konkrete Namen. Sie werden von konkreten Menschen lebendig gestaltet. Ganz gleich, ob beim tatkräfigen Zupacken oder in der Videokonferenz.                                      -->

In den neuen Gremien haben wir bereits Blicke auf Bestehendes und Neues riskiert. Sicher wird es noch ein längeres Aufeinander-Zugehen und Sortieren und Zuordnen geben müssen. Jedoch sind die ersten Schritte aus meiner Beobachtung respektvoll, neugierig und vor allem dien-mütig vollzogen worden. Das macht mir großen Mut, schenkt Zuversicht, Glaube und Hoffnung. 

Die gemeinsame Reise in dem Boot namens "Maria Magdalena" hat begonnen. Es wird zwar zuweilen stürmisch und schwankend, ungewiss und holprig sein, jedoch können wir uns auf den Steuermann verlassen. Es scheint zuweilen, dass Christus auf einem Kissen schläft und Er sich nicht kümmert. Er lässt sich aber auch nicht lange bitten, wenn wir um Hilfe rufen. Seine Antwort schenkt Ruhe, der Sturm legt sich, Frieden legt sich um das Schiff. Seine Fragen müssen wir uns allerdings gefallen lassen: "Warum habt Ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?" (Mk 4, 38 - 40). Ich möchte einladen, frohen Mutes ans Werk zu gehen, und sage: "Auf ein Neues!" Der Grundstein ist gelegt. Das Werkzeug liegt bereit: mit unserem Pastoralkonzept haben wir einen reichen Vorrat an Hinweisen, Bausteinen und Modulen. 

Eine Anregung begleitet mich dabei: Begrüße jeden Tag wie Deinen besten Freund! Ich nehme mir vor, jeden Tag unsere Pfarrei Maria Magdalena wie meine beste Freundin zu begrüßen. Auch Sie und Euch alle grüße ich in meinem morgendlichen Gebet wie meine beste Freundin, meinen besten Freund, um so die persönliche Fürbitte an Christus zu richten, dass er jedem von uns Ruhe und Frieden schenken möge. Er schenke uns durch seinen Heiligen Geist Zuversicht und Hoffnung, Glaube und Durchhaltevermögen auf unserem Weg, die "große Stadt St. Maria Magdalena" aufzubauen.

Ich erbitte Gottes reichen Segen für Sie und Euch alle. Beten Sie bitte für unsere Pfarrei und auch für mich.

Ihr P. Theo M.Id.