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Heute habe ich die schöne Aufgabe das Leitwort für die neue Ausgabe der Pfarrbriefe zu schreiben. Mein Name ist Regina Kaluza und bin Ihre Verwaltungsleiterin im Pastoralen Raum.

Vor einigen Wochen war ich zur Verabschiedung eines Pfarrers, der in den Ruhestand gegangen ist. Zu Beginn des Gottesdienstes beschrieb der Pfarrer ein Bild, über das ich mir seitdem Gedanken mache. Er beschrieb, dass man einen großen Schritt machen müsste um vorwärts zu kommen, etwas Neues zu beginnen und in Richtung Zukunft zu gehen. Ein kleiner Schritt wäre nicht ausreichend, da man so den Schritt über den Graben nicht schafft.

Mir fallen viele Beispiele ein, bei denen ich einen großen oder auch einen sehr großen Schritt machen musste, um mich weiterzuentwickeln, in die Zukunft zu gehen. Sei es ein Schulwechsel, ein Auslandsaufenthalt, ein Wechsel der Arbeitsstelle oder ein Umzug. Alles Schritte, die Sie vielleicht auch schon mal gemacht haben. Gleichzeitig erinnere ich mich an meine Ängste vor diesen Veränderungen und wie mein Glaube an Gott mir geholfen hat den Mut zu finden, diese Ängste zu überwinden.

Ein weiterer Gedanke aus dem besagten Gottesdienst lässt mich auch nicht los. Dieser stammt aus der Predigt und war das Zitat eines Philosophen. An den Namen und an den genauen Wortlaut kann ich mich leider nicht erinnern. Inhaltlich ging es darum, dass es Träume/ Visionen braucht, um große Aufgaben zu bewältigen und die Zukunft zu gestalten.
Auch hier fallen mir die gleichen Beispiele ein. Hätte ich nicht den Traum gehabt, die Welt kennenzulernen, dann hätte ich nicht die Angst vor einem fremden Land und einer fremden Kultur überwinden können und nicht den Mut gefunden eine Weile im Ausland zu leben. Ich muss zugeben, dass mir damals die Bereicherung, die hinter dem Traum steckte, nicht bewusst war. Heute weiß ich, dass es das Sammeln von Erfahrungen war und mir diese immer wieder dabei helfen, weitere Aufgaben zu meistern. Diese Erfahrungen möchte ich nicht missen. Es ist aber auch so, dass wir immer wieder vor neuen Aufgaben und Herausforderungen stehen, die gemeistert werden müssen. Manchmal haben wir sie uns ausgesucht und manchmal stehen sie plötzlich vor unserer Tür und müssen gestemmt werden. Manchmal stehen wir allein davor und oft sind wir eine Gruppe, die sich gegenseitig ermutigen und unterstützen kann, um die Sorgen zu orten, die uns an dem Schritt über den Graben in die Zukunft behindern.

Lassen Sie uns gemeinsam mit Gott an den Ängsten vor der Zukunft arbeiten und gestalten Sie die Visionen mit, damit uns im Pastoralen Raum der gemeinsame Schritt in die Zukunft gelingt.