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Liebe Gemeinde, stellen Sie sich das mal vor:

In jener Zeit kam Jesus in die Gemeinde St. Johannes Baptist nach Fürstenwalde und eine Gruppe namens Eifer nahm ihn freundlich auf. In der Gemeinde gab es auch eine Gruppe, die Sehnsucht hieß. Die Mitglieder der Gruppe Sehnsucht setzten sich zum Herrn an den Tisch und hörten seinen Worten zu.
Die Leute aus der Gruppe Eifer aber waren ganz davon in Anspruch genommen, für ihn und die Gemeinde zu sorgen. Sie kamen zu ihm und sagten: Herr, kümmert es dich nicht, dass die Sehnsuchtler die ganze Arbeit uns allein überlassen? Sag ihnen doch, sie sollen uns helfen!
Jesus antwortete: Liebe Gruppe Eifer, Ihr macht euch viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Die Gruppe Sehnsucht hat das Bessere gewählt, das soll ihnen nicht genommen werden.

Als wir Mitglieder des Pfarrgemeinderates (PGR) am 17. Juli zu unserem Klausurtreffen in den Gemeinderäumen versammelt waren, hatten wir kurz vorher im Evangelium der Sonntagsmesse von einer sehr ähnlichen Begebenheit - dem Besuch Jesu bei den Schwestern Marta und Maria (Lk 1 0, 38-42) - gehört.
Zusammenkommen waren wir, um uns darüber auszutauschen, wie wir unser gemeinsames Tun gestalten können, damit es wirklich der Lebendigkeit der Gemeinde im Sinn der Frohen Botschaft dient. Ausgegangen waren wir dabei von dem, was jeden Einzelnen von uns bewegt im PGR mitzuarbeiten. Vier von den Fragen, die uns bei diesem Treffen beschäftigten, waren folgende:

  • Wie gehen wir miteinander um?
  • Wie erfahren wir von den Wünschen und Bedürfnissen der Gemeindemitglieder?
  • Aus welcher Kraft heraus können wir "Salz" sein für die Menschen um uns herum?
  • Welche Vorstellung haben wir von dem, was Christus uns mit der Kirche schenken will?

Nicht für alles hatten wir eine Antwort und aus manchen Antworten erwuchsen auch wieder neue Fragen. Wir merkten aber dabei, dass schon dieser Austausch ein Abbild lebendiger Gemeinde war. An diesem Tag wurde uns auch klar, dass Jesus mit dem, was er gesagt hat - wie in der Erzählung vom Besuch in Bethanien - nicht immer sofort zu verstehen ist. Wie ich jemanden verstehe, hängt in der Regel davon ab, in welcher Beziehung ich zu demjenigen stehe. Je mehr ich die oder den kenne und je vertrauter das Miteinander ist, um so verständlicher wird das, was der Andere im Sinn hat. So ist es in einer Freundschaft, in Ehe und Familie, so ist es am Arbeitsplatz, auch in der Gemeinde und ebenso mit Jesus. Deshalb ist es gut einander mitzuteilen.
Es ist gut, nach den Anderen zu fragen. Es ist gut, wirklich in Beziehung zu gehen. Wenn wir als Pfarrgemeinderat mithelfen Beziehung zu gestalten; wenn wir als Kirchengemeinde versuchen, wirklich zueinander in Beziehung zu treten, einander kennen zu lernen, nach einander zu fragen; die Banknachbarn ansehen und die Fremden begrüßen; unsere Sehnsucht und unseren Eifer lebendig halten; wenn wir alle immer wieder danach fragen, was Gott uns sagen und durch Jesus schenken will – dann sind wir lebendige Gemeinde und dann haben wir gute Chancen in jedem anstehenden Prozess die richtige Richtung einzuschlagen.

Thomas Stierl